Falls Sie Probleme mit der Darstellung dieses Newsletters haben, klicken Sie bitte HIER.

Verkehrsanwälte - wwww.verkehrsanwaelte.de



Newsletter 15/2016   07. November 2016


Recht und GesetzRecht und Gesetz
Höhe des Minderwerts bei repariertem Vorschaden

Das AG Michelstadt hat in seinem Urteil vom 20. September 2016 den Minderwert in Höhe von 400 € nach dem Durchschnitt der üblichen Berechnungsmethoden ermittelt. Das Fahrzeug hatte einen reparierten Wildschaden erlitten, bei dem lediglich geschraubte Teile erneuert worden waren. Nach der DAT-Datenbank hatte das Fahrzeug zum Stichtag des Vertragsschlusses einen durchschnittlichen Händlerkaufpreis von 26.950,00 € brutto. Unter Berücksichtigung des guten Erhaltungs- und Pflegezustandes und möglicherweise der regionalen Marktlage hielt der Sachverständige den um 7 % über dem Durchschnittswert liegenden Kaufpreis, auf den sich die Parteien geeinigt hatten, für nachvollziehbar und nicht unüblich. Sodann hat der Sachverständige nach den verschiedenen gängigen Methoden die Wertminderung ermittelt. Die Methode Schlund konnte nicht angewandt werden, da diese ausschließlich erhebliche Reparaturarbeiten, wie Schweiß- und Richtarbeiten, berücksichtigt, die zur Behebung des Wildschadens ausweislich der Reparaturrechnung nicht erforderlich waren. Nach der Methode Ruhkopf-Sahm, bei der der Wiederbeschaffungswert ins Verhältnis zu den zu erwartenden Reparaturkosten gesetzt wird, wurde ein Wertminderungsbetrag von 661,00 € berechnet. Nach der Methode Halbgewachs, bei der ein Faktor aus Ersatzteilkosten und Lohnkosten gebildet wird, ergab sich eine Wertminderung von 165,00 €.

Nach der Methode des BVSK, die sich ausschließlich auf den Wiederbeschaffungswert des Fahrzeugs bezieht und ansonsten aus einem technischen Blickwinkel die auszuführenden Reparaturarbeiten betrachtet, ergab sich eine Wertminderung von 288,00 €. Schließlich hat der Sachverständige ausgeführt, Fahrzeuge wie das der Klägerin seien problemlos veräußerbar, da bei dem Wildschaden lediglich geschraubte Teile erneuert worden seien und ein weiterer Einfluss des Unfalls auf das Fahrzeug nicht vorgelegen habe. Ein Abschlag von mehr als 1-2 % des Angebotspreises sei wegen solch eines Vorschadens seiner Erfahrung nach nicht üblich. Eine Wertminderung von 400 € sei deswegen nachvollziehbar und angemessen.
Die vorgerichtlichen Rechtsanwaltskosten der Klägerin waren nur aus einem Gegenstandswert von 400 € zu ersetzen.

http://www.verkehrsanwaelte.de/news/news_2016-15_p1.pdf


Aufnahmen einer Dash-Cam sind zulässige Beweismittel

Das LG München I weist in seinem Hinweis- und Beweisbeschluss vom 14.10.2016 – Az: 17 S 6473/16 – darauf hin, dass es sich bei der Dash-Cam-Aufnahme um ein zulässiges Beweismittel handelt, das analog § 371 ZPO in Augenschein genommen werden kann und bei einem unfallanalytischen Sachverständigengutachten auch Berücksichtigung finden darf. Beweisverwertungsverbote sind in der ZPO ausdrücklich nicht normiert. Ein solches kann indes indiziert sein, wenn ein Beweismittel unter Verstoß gegen einfach gesetzliche Normen erlangt wird. Nach Ansicht des LG München I liegt kein Verstoß gegen das Recht am eigenen Bild und gegen datenschutzrechtliche Bestimmungen vor, wenn eine Dash-Cam ein Geschehen aufzeichnet. Das LG München I geht davon aus, dass die Dash-Cam-Aufzeichnungen lediglich zur Beweissicherung und Beweisführung im vorliegenden Rechtsstreit verwendet werden sollen und nicht zur sonstigen Veröffentlichung bestimmt waren und auch künftig keine anderweitige Verwendung finden sollen, mithin keine Veröffentlichungsgefahr zu besorgen ist. Bei der Aufzeichnung von Verkehrsvorgängen mittels einer Dash-Cam ist ein berechtigtes Interesse und ein hinreichend konkreter Verwendungszweck anzunehmen, als dass es um die Sicherung von Beweismitteln im Falle eines möglichen Verkehrsunfalls geht, insbesondere betreffend das Fahrverhalten und die Art der Unfallbeteiligung des Unfallgegners. Durch die Dash-Cam-Aufzeichnung eines Verkehrsunfalls ist lediglich die Individualsphäre betroffen, nicht etwa der Kernbereich der privaten Lebensführung. Entscheidend für die Frage der Verwertbarkeit von Dash-Cam-Aufzeichnungen ist für das LG München, ob eine permanente oder eine anlassbezogene Aufzeichnung mit der Dash-Cam stattfindet, insbesondere aber auch, ob eine automatische Löschung oder Überschreitung der Aufzeichnung innerhalb von bestimmten Zeiträumen erfolgt.

http://www.verkehrsanwaelte.de/news/news_2016-15_p2.pdf


Pressearbeit zum Thema Ausnahmeregeln im Straßenverkehr

„Unglaublich – was im Auto erlaubt ist und was nicht. Ausnahmen bestätigen die Regel.“ so lautet das erste PR-Thema 2016. Bisher konnten 79 Veröffentlichungen in Online- und Printmedien mit einer Auflage von 504.028, 547.478.165 Visits und einem Mediagegenwert von insgesamt: 300.624,66 € erreicht werden. Die Artikel mit einem Umfang von ½ bis 1 Seite sind erschienen in z.B. Bild.de, Focus Online, N24.de, sueddeutsche.de, Saarbrücker Zeitung, Wilhelmshavener Zeitung, Südkurier.

In der Anlage erhalten Sie einen detaillierten Einblick in die Aufbereitung und Clippings und unter http://bit.ly/2cZDNjr und http://bit.ly/2drH36l finden Sie alle Texte und Fotos.

Das Text- und Fotomaterial können Sie natürlich auch für ihre eigene regionale Pressearbeit nutzen. Bei Rückfragen kontaktieren Sie unsere PR Agentur UHLIG PR & KOMMUNIKATION GmbH, E-mail: Ines.Uhlig@uhlig-pr.de




-----------------------------------------------

FacebookWerbemittel
Werbung in eigener Sache.

Mandanten von der Arbeit der Verkehrsanwälte zu überzeugen ist das eine. Neue Mitglieder für die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht zu gewinnen eine andere. Deshalb wurden die Werbemaßnahmen auch in 2016 vorangetrieben – mit Erfolg und einem neuen attraktiven Key Visual. Das neue Motiv ziert dabei nicht nur das Cover unserer aktuellen Werbemittelbroschüre, sondern ist auch als Poster erhältlich. Für neue Mitglieder sorgte das diesjährige Mitgliedermailing, das erstmals als informativer Folder erschien. Darüber hinaus waren die aktualisierte Fahrschülerbroschüre mit aktuell 85.000 Abforderungen anhand des Fahrschul-Lehrmaterialsets über den Degener Verlag und der Unfallbericht bei den Werbemitteln mit 13.300 Stück die unangefochtenen Bestseller.

In der Anlage finden Sie die Themen, Motive und Ergebnisse noch einmal im Detail aufgeführt.



-----------------------------------------------



Seminare und VeranstaltungenVeranstaltungen
2. Schadenkongress der AG Verkehrsrecht: „Autoschaden geRECHT – Werkstattfreundliches Schadenmanagement“

Am 08.02.2017 findet in Besigheim (Baden-Württemberg) der 2. Schadenkongress der AG Verkehrsrecht: „Autoschaden geRECHT – Werkstattfreundliches Schadenmanagement“ statt.
Die Veranstaltung richtet sich an Autohäuser, Werkstätten und Anwälte. Sie versteht sich als Marktplatz für ein gemeinsames Schadenmanagement.
Laden Sie interessierte Werkstätten und Autohäuser zu einem gemeinsamen Kongressbesuch ein. Sprechen Sie „Ihre“ Partner an oder solche, die es werden könnten. Hier besteht die seltene Gelegenheit, sich abseits des Tagesgeschäfts näher kennen zu lernen. Gleichzeitig geben die Referenten Ihnen und Ihrer Begleitung wertvolle Impulse für eine bestehende oder mögliche Zusammenarbeit. Es referiert Frau Johanna Busmannn, Spezialistin für Kanzlei-Marketing und Anwalts-Coaching, zu dem Thema:
„Werkstatt, Gutachter & Anwalt: Ein starkes Team für den Kunden“. Anschließend wird Joachim Otting, Vortragspapst der Werkstattbranche, den täglichen Kleinkrieg beleuchten, den alle Beteiligten mit der Versicherungswirtschaft zu führen haben: „So geht es dahin, das liebe Geld...und zwar dahin, wo es hingehört: Die ewigen Anspruchskürzungen links überholen."
Dominik Bach (Vorstand E.consult AG, Saarbrücken) klärt schließlich über neue technische Möglichkeiten von Workflow und Reporting auf, denn erfolgreiches Schadenmanagement ist auch immer eine Frage der Schnelligkeit und Transparenz: „Autohaus 4.0 - Veränderte Erwartungshaltungen in der Schadenabwicklung“

Alle Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht aus einer Kanzlei können für nur 89 € an dem Kongress teilnehmen. Die Teilnahme ist für die von Ihnen eingeladenen Werkstätten und Autohäuser kostenfrei. Lassen Sie sich diese Chance nicht entgehen. Das Programm und Anmeldeformular finden Sie hier.



Seminare November/Dezember 2016

11.11.2016, Dresden
Fahrzeugdaten im Verkehrsrecht – Beweispotenzial und Risiken
Referenten: Rechtsanwältin Dr. Daniela Mielchen, Hamburg; Dipl.-Ing. Michael Weyde, Berlin
Seminarleiter: Rechtsanwalt Christian Janeczek, Dresden

11.11.2016, Hannover
AKB
Referentinnen: Rechtsanwältin Isabell Knöpper, Erfurt; Assessorin Andrea Kreuter-Lange, R+V Versicherung, Wiesbaden
Seminarleiter: Rechtsanwalt und Notar Dr. Klaus Schneider, Langenhagen

12.11.2016, Stuttgart
Rechtsprechung des OLG Stuttgart in Verkehrssachen
Referent: RiOLG Dr. Andreas Grube, Stuttgart
Seminarleiter: Rechtsanwalt Martin Diebold, Tübingen

18.11.2016, Hagen
Die aktuelle Rechtsprechung des VI. Zivilsenats des BGH im Verkehrsrecht
Referent: RiBGH Wolfgang Wellner, Karlsruhe
Seminarleiter: Rechtsanwalt Dr. Michael Schulte, Lüdenscheid

18.11.2016, Koblenz
Unfallrekonstruktion und Verkehrszivilrecht
Referenten: Rechtsanwalt Martin Diebold, Tübingen, Dipl.-Ing. Dr. Johannes Priester, Saarbrücken
Seminarleiter: Rechtsanwalt Jens Dötsch, Andernach

19.11.2016, Oldenburg
Verteidigung in Verkehrsstrafsachen
Referent: Rechtsanwalt Gerhard Hillebrand, Neumünster
Seminarleiter: Rechtsanwalt Stefan Herbers, Oldenburg

02.12.2016, Bad Bramstedt
Verteidigung bei Ordnungswidrigkeiten aus anwaltlicher und richterlicher Sicht
Referenten: Rechtsanwalt Christian Janeczek, Dresden; RiAG Dr. Benjamin Krenberger, Landstuhl
Seminarleiter: Rechtsanwalt Gerhard Hillebrand, Neumünster

03.12.2016, Neuss
Unfallrekonstruktion und Verkehrszivilrecht
Referenten: Rechtsanwalt Martin Diebold, Tübingen; Dipl.-Ing. Dr. Johannes Priester, Saarbrücken
Seminarleiterin: Rechtsanwältin Nicola Meier-van Laak, Aachen

08.12.2016, Berlin
Die Rechtsprechung des Kammergerichts zum Verkehrsrecht
Referenten: VorsRi KG Regine Grieß, Berlin; VorsRi KG Dr. Michael Helle, Berlin; Dipl.-Ingenieur Christian Devrient, Ingenieurbüro für Unfallrekonstruktion, Berlin
Seminarleiterin: Rechtsanwältin Monika Maria Risch, Berlin

09.12.2016, Groß-Gerau
Berechnung des Personenschadens – Abfindungsvergleich - Praxistipps
Referenten: Rechtsanwältin Cordula Schah Sedi, Tessin; Rechtsanwalt Michel Schah Sedi, Tessin
Seminarleiter: Rechtsanwalt Nicolas Eilers, Groß-Gerau

10.12.2016, München
Verteidigung bei Unfallflucht
Referenten: Rechtsanwältin Ulrike Dronkovic, Köln; Rechtsanwalt Carsten Staub, Mettmann
Seminarleiterin: Rechtsanwältin Verena Bouwmann, München


-----------------------------------------------

Für technische Fragen und Anregungen zu diesem Newsletter sowie zur Internetseite verkehrsanwaelte.de bitte E-Mail an: newsletter@verkehrsanwaelte.de

Verantwortlich: Rechtsanwältin Bettina Bachmann, Geschäftsführerin, Deutscher Anwaltverein e. V., Berlin
Littenstraße 11, 10179 Berlin, Tel.: 0 30/72 61 52 - 0, Fax: 0 30/72 61 52 - 1 90
Alle Angaben ohne Gewähr und Anspruch auf Vollständigkeit.
© 2017 AG Verkehrsrecht im DAV


Wenn Sie diesen Newsletter nicht mehr beziehen möchten, können Sie ihn hier abbestellen:
http://www.verkehrsanwaelte.de/newsletter-abmeldung