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Newsletter 16/2016   16. November 2016


Recht und GesetzRecht und Gesetz
Sachverständigenkosten: evidente Überschreitung des Mittelwerts

Das AG Koblenz orientiert sich in seinem Urteil vom 14.03.2016 – Aktenzeichen: 412 C 2403/15 – bei der Schätzung der Sachverständigenkosten an den Ergebnissen der Befragung zur Höhe des üblichen Kfz-Sachverständigenhonorars durch den BVSK. Da im Hinblick auf die besondere Situation des Geschädigten eine subjektive Schadensbetrachtung geboten ist, kann dieser auch die Kosten des Sachverständigen ersetzt verlangen, die den Mittelwert der BVSK-Befragung nicht evident überschreiten. Eine evidente Überschreitung nimmt das Gericht dann an, wenn die Gesamtkosten des Gutachtens, also die Summe aus Grundhonorar und Nebenkosten, den Mittelwert um 25 % oder mehr überschreiten.

http://www.verkehrsanwaelte.de/news/news_2016-16_p1.pdf


Sachverständigenkosten: Prüfgutachten/UPE-Aufschläge/kein Verweis auf freie Fachwerkstatt

Das AG Neuwied hat durch Urteil vom 10.03.2016 – Aktenzeichen: 43 C 1164/15 – entschieden, dass die in einem Prüfgutachten allgemein und abstrakt gehaltenen und in den stets gleichlautenden Textbausteinen wiederkehrenden technischen Ausführungen nicht geeignet sind, die Feststellungen des Schadensgutachters, die er auf der Grundlage einer eigenen Besichtigung des beschädigten Fahrzeugs getroffen hatte, in Zweifel zu ziehen. Die abstrakten technischen Ausführungen entbehren eines Bezugs zu dem konkreten Schadensfall und dem konkreten Fahrzeug. UPE-Aufschläge sind ersatzfähig, da dem Gericht bekannt ist, dass im Bezirk des angerufenen Gerichts die markengebundenen Fachwerkstätten regelmäßig diese Ersatzteilaufschläge berechnen. Der Kläger konnte nicht auf die Inanspruchnahme einer nachgewiesenen freien Fachwerkstatt verwiesen werden, da ihm dies unzumutbar war. Der Kläger hatte im vorliegenden Fall durch Vorlage der Ablichtung seines Wartungshefts nachgewiesen, dass er die erforderlichen Inspektionen seines Fahrzeug bisher stets in einer Mercedes-Benz-Werkstatt hatte durchführen lassen, so dass er seinen Schaden auf der Grundlage der Stundenverrechnungssätze einer markengebundenen Werkstatt kalkulieren durfte.

http://www.verkehrsanwaelte.de/news/news_2016-16_p2.pdf


Bitte beteiligen Sie sich an der Umfrage zur Nutzung elektronischer Kommunikations- und Hilfsmittel in Gerichtsverfahren (Frist: 28.11.2016)

Wir bitten unsere Mitglieder, an einer Umfrage des Rates der Europäischen Anwaltschaften (CCBE) zur Nutzung elektronischer Kommunikations- und Hilfsmittel durch Anwälte in Gerichtsverfahren teilzunehmen. Die Ergebnisse werden Eingang in das jährliche Justizbarometer der Europäischen Kommission finden. Um möglichst repräsentative Daten zu erhalten, ist eine breite Teilnahme wünschenswert. Sie können die Umfrage in deutscher Sprache unter diesem Link bis zum 28. November 2016 ausfüllen.



Fortbildung im Selbststudium – faocampus

Die DAV-Plattform für die Fortbildung im Selbststudium faocampus.de bietet für die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht im Deutschen Anwaltverein und neun weiterer Arbeitsgemeinschaften sowie den Leserinnen und Lesern des Anwaltsblattes eine einfache Möglichkeit der Fortbildung. Sie erinnern sich: Nach § 15 Abs. 4 FAO können Fachanwältinnen und Fachanwälte bis zu 5 Stunden ihrer Fortbildungspflicht im Selbststudium erfüllen, wenn hierzu eine Lernerfolgskontrolle erfolgt. Diese Lernerfolgskontrollen zu Fachbeiträgen aus Zeitschriften der Arbeitsgemeinschaften können deren Mitglieder unter faocampus.de absolvieren und die für den Nachweis bei der Rechtsanwaltskammer erforderlichen Bescheinigungen ausdrucken. Für die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht bietet zurzeit das Heft 11/2016 der „zfs“ eine Lernerfolgskontrolle zu einem Beitrag über „Parteiverrat gem. § 356 StGB durch Beschaffung eines Auszugs aus den Verkehrsunfallakten?“. Die Nutzerzahlen dieses unkomplizierten Fortbildungsangebots wachsen stetig: bereits 10% der Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht haben sich für die Lernerfolgskontrollen registriert und nutzen die Möglichkeit, die 5 Zeitstunden bequem und günstig zu absolvieren. Bearbeitung und Auswertung der Lernerfolgskontrolle sind in Ihrem Mitgliedsbeitrag für die Arbeitsgemeinschaft bereits enthalten.



Autohaus Schadenrecht 3/2016

Die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht hat auch im Jahr 2016 Aufsätze in Autohaus Schadenrecht veröffentlicht, um Autohäuser und Werkstätten darauf hinzuweisen, dass der Verkehrsanwalt unverzichtbarer Bestandteil der Schadensregulierung ist. Die Ausgabe 3/2016 finden Sie hier: http://schadenrecht.flipping-books.de/2016_03/



Infobrief „Hohe Schmerzensgeldbeträge“

RiBGH Wolfgang Wellner stellt in der dritten Ausgabe des Infobriefs 5 besonders interessante Fälle mit sehr hohen Schmerzensgeldern (über 100.000 €) vor, die in Deutschland nur selten zuerkannt werden.

http://www.verkehrsanwaelte.de/news/news_2016-16_p6.pdf





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Seminare und VeranstaltungenVeranstaltungen
2. Schadenkongress der AG Verkehrsrecht: „Autoschaden geRECHT – Werkstattfreundliches Schadenmanagement“

Am 08.02.2017 findet in Besigheim (Baden-Württemberg) der 2. Schadenkongress der AG Verkehrsrecht: „Autoschaden geRECHT – Werkstattfreundliches Schadenmanagement“ statt.
Die Veranstaltung richtet sich an Autohäuser, Werkstätten und Anwälte. Sie versteht sich als Marktplatz für ein gemeinsames Schadenmanagement.
Laden Sie interessierte Werkstätten und Autohäuser zu einem gemeinsamen Kongressbesuch ein. Sprechen Sie „Ihre“ Partner an oder solche, die es werden könnten. Hier besteht die seltene Gelegenheit, sich abseits des Tagesgeschäfts näher kennen zu lernen. Gleichzeitig geben die Referenten Ihnen und Ihrer Begleitung wertvolle Impulse für eine bestehende oder mögliche Zusammenarbeit. Es referiert Frau Johanna Busmannn, Spezialistin für Kanzlei-Marketing und Anwalts-Coaching, zu dem Thema:
„Werkstatt, Gutachter & Anwalt: Ein starkes Team für den Kunden“. Anschließend wird Joachim Otting, Vortragspapst der Werkstattbranche, den täglichen Kleinkrieg beleuchten, den alle Beteiligten mit der Versicherungswirtschaft zu führen haben: „So geht es dahin, das liebe Geld... und zwar dahin, wo es hingehört: Die ewigen Anspruchskürzungen links überholen."
Dominik Bach (Vorstand E.consult AG, Saarbrücken) klärt schließlich über neue technische Möglichkeiten von Workflow und Reporting auf, denn erfolgreiches Schadenmanagement ist auch immer eine Frage der Schnelligkeit und Transparenz: „Autohaus 4.0 - Veränderte Erwartungshaltungen in der Schadenabwicklung“

Alle Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht aus einer Kanzlei können für nur 89 € an dem Kongress teilnehmen. Die Teilnahme ist für die von Ihnen eingeladenen Werkstätten und Autohäuser kostenfrei. Lassen Sie sich diese Chance nicht entgehen. Das Programm und Anmeldeformular finden Sie hier.



Seminar zur internationalen Unfallregulierung am 09.12.2016 in Hamburg

Die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht veranstaltet in Kooperation mit dem Hamburgischen Anwaltverein am 09.12.2016 von 09.30 bis 18.00 Uhr ein Seminar zur internationalen Unfallregulierung. Im ersten Teil des Seminars werden Rechtsanwalt Paul Kuhn, der Präsident von PEOPIL, zu den „Rechtlichen Grundlagen der internationalen Unfallregulierung“ und Rechtsanwalt Oskar Riedmeyer, der Vorsitzende des DAV-Verkehrsrechtsausschusses, zur „Unfallregulierung in der Praxis“ referieren. Am Nachmittag wird der Schadensersatz bei Verkehrsunfällen im Ausland in Länderbeiträgen aus Portugal, den Niederlanden, Frankreich, Italien und Polen behandelt.

Nähere Informationen sowie eine Anmeldemöglichkeit finden Sie hier.





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FacebookFacebook
Erfolgreiche Facebookseite der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des DAV e.V.
Ein statistischer Rückblick von September 2015 bis Oktober 2016


Unsere Facebookseite hat aktuell 5.364 Fans (Stand 31.10.2016). Seit September 2015 wurden für die Facebook-Seite mehr als 1.223 neue Fans gewonnen. Davon wurden 726 Fans durch die Schaltung von Ads gewonnen. Auch die Aktivität der Fans konnte erhöht werden. Die Posts werden im Schnitt häufiger gelikt und geteilt. Ausgesprochen hoch war die Interaktion im August mit einem Post der 44 x mit „Gefällt mir“ markiert und 99 x geteilt wurde. Im Durchschnitt werden die Post 25 x geteilt und 10 x gelikt. Die durchschnittliche Beitragsreichweite liegt bei 2.573 erreichten Personen. Im Monat August konnte sogar eine besonders hohe Reichweite von 11.500 Personen erzielt werden. Auch in 2015/2016 betrug die Anzahl der Beitragsklicks durchschnittlich 200 bis 300.
Die größte demografische Gruppe unter den Fans sind aktuell die 25 bis 34 Jährigen. Die zweitgrößte Gruppe bilden die 18 bis 24 Jährigen und die drittgrößte Gruppe die 35 bis 44 Jährigen. Der Anteil der männlichen Fans beträgt etwa 80% und der Anteil der Frauen 20 %. Die erreichten Fans durch Beiträge sind zu ca. 33 % weiblich und zu ca. 66 % männlich. Die interagierenden Fans, die Beiträge auf dem Facebook-Profil der Verkehrsanwälte durch kommentieren, teilen oder „Gefällt mir“ markieren, sind im Durchschnitt zu 30-40 % weiblich und zu 60-70 % männlich.

https://www.facebook.com/verkehrsanwaelte.de




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Seminare und VeranstaltungenVeranstaltungen
Seminare Dezember 2016

02.12.2016, Bad Bramstedt
Verteidigung bei Ordnungswidrigkeiten aus anwaltlicher und richterlicher Sicht
Referenten: Rechtsanwalt Christian Janeczek, Dresden; RiAG Dr. Benjamin Krenberger, Landstuhl
Seminarleiter: Rechtsanwalt Gerhard Hillebrand, Neumünster

03.12.2016, Neuss
Unfallrekonstruktion und Verkehrszivilrecht
Referenten: Rechtsanwalt Martin Diebold, Tübingen; Dipl.-Ing. Dr. Johannes Priester, Saarbrücken
Seminarleiterin: Rechtsanwältin Nicola Meier-van Laak, Aachen

08.12.2016, Berlin
Die Rechtsprechung des Kammergerichts zum Verkehrsrecht
Referenten: VorsRi KG Regine Grieß, Berlin; VorsRi KG Dr. Michael Helle, Berlin; Dipl.-Ingenieur Christian Devrient, Ingenieurbüro für Unfallrekonstruktion, Berlin
Seminarleiterin: Rechtsanwältin Monika Maria Risch, Berlin

09.12.2016, Groß-Gerau
Berechnung des Personenschadens – Abfindungsvergleich - Praxistipps
Referenten: Rechtsanwältin Cordula Schah Sedi, Tessin; Rechtsanwalt Michel Schah Sedi, Tessin
Seminarleiter: Rechtsanwalt Nicolas Eilers, Groß-Gerau

10.12.2016, München
Verteidigung bei Unfallflucht
Referenten: Rechtsanwältin Ulrike Dronkovic, Köln; Rechtsanwalt Carsten Staub, Mettmann
Seminarleiterin: Rechtsanwältin Verena Bouwmann, München


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Verantwortlich: Rechtsanwältin Bettina Bachmann, Geschäftsführerin, Deutscher Anwaltverein e. V., Berlin
Littenstraße 11, 10179 Berlin, Tel.: 0 30/72 61 52 - 0, Fax: 0 30/72 61 52 - 1 90
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