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Verkehrsanwälte Info
Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins

06/2012
11. Mai 2012




1. Neuer Service für Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft: kostenfreier Zugang zum Archiv der zfs

Die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht und der Deutsche Anwaltverlag bieten in Kooperation mit juris einen neuen Service an. Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht haben zukünftig kostenfreien Zugang zum Archiv der zfs und können in den Volltexten aller Hefte seit 2002 kostenlos recherchieren und auf verlinkte Entscheidungen sowie auf verlinkte Gesetzestexte direkt zugreifen.

Um von diesem Service Gebrauch machen zu können, benötigen Sie einen persönlichen Zugangscode. Diesen werden wir Ihnen in Kürze mit Hinweisen zur Registrierung per E-Mail übermitteln.




2. Wertminderung auch bei 7 Jahre altem Fahrzeug – Keine Hilfsaufrechnung mit gezahlten Sachverständigenkosten

Das Amtsgericht Coburg hat durch Urteil vom 29.03.2012 – Az: 11 C 1548/11 – entschieden, dass auch bei einem Fahrzeug, das zum Unfallzeitpunkt bereits 7 Jahre alt war, der merkantile Minderwert zu ersetzen ist. Das streitgegenständliche Fahrzeug war zum Unfallzeitpunkt zwar 7 Jahre alt, aber angesichts der geringen Laufleistung von 40.000 km noch in einem Zustand, in dem ein Unfall einen merkantilen Minderwert zur Folge haben kann. Das Amtsgericht Coburg hat den eintretenden merkantilen Minderwert gemäß § 287 BGB unter Heranziehung der Umstände des Einzelfalles aufgrund des Sachverständigengutachtens geschätzt. Das Gericht begründet ausführlich, warum es diese Schätzmethode der schematischen Betrachtung von Ruhkopf/Sahm vorzieht. Der Forderung des Geschädigten auf Ersatz des merkantilen Minderwerts kann der Schädiger nicht die hilfsweise vorgebrachte Aufrechnung der Sachverständigenkosten, auch wenn das Sachverständigengutachten zu dem Ergebnis kam, dass keine Wertminderung eingetreten ist, entgegensetzen. Denn eine Ersatzpflicht des Schädigers gegenüber dem Geschädigten hinsichtlich des Gutachtens existiert auch dann, wenn das Gutachten objektiv ungeeignet ist. Keine Ersatzpflicht besteht nur dann, wenn das Gutachten wegen falscher Angaben des Geschädigten unbrauchbar ist.

http://www.verkehrsanwaelte.de/news/news_2012_06_p2.pdf



3. Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht beim Deutschen Anwaltstag am 15. Juni 2012 in München

Die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht bietet anlässlich des 63. Deutschen Anwaltstages, der am 14. und 15. Juni 2012 in München stattfinden wird, am 15. Juni 2012 von 11.00 bis 13.00 Uhr im Chorprobensaal des Gasteig eine Veranstaltung an.

Frau Kollegin Gesine Reisert referiert über „Die Kunst der Verteidigung in Verkehrsstraf- und OWi-Sachen“, Herr Kollege Michael Eckert spricht über „Oldtimer: automobiles Kulturgut mit Rechtsproblemen“. Moderieren wird die Veranstaltung Herr Kollege Dr. Klaus Schneider.

Das vollständige Programm des DAT 2012 finden Sie hier.






4. Seminare Mai/Juni 2012

12.05.2012, Groß-Gerau
Vernehmungstaktik im Prozess
Referent: RiOLG Axel Wendler, Lehrbeauftragter der Eberhard-Karls-Universität, Tübingen
Seminarleiter: Rechtsanwalt Nicolas Eilers, Groß-Gerau


12.05.2012, Koblenz
Verteidigung in der Hauptverhandlung im Hinblick auf Revision und Rechtsbeschwerde
Referent: Prof. Dr. Friedrich Dencker, Institut für Kriminalwissenschaften, Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Seminarleiter: Rechtsanwalt Jens Dötsch, Koblenz


23.06.2012, Stuttgart
Die aktuelle Rechtsprechung des VI. Zivilsenats des BGH im Verkehrsrecht
Referent: RiBGH Wolfgang Wellner, Karlsruhe
Seminarleiter: Rechtsanwalt Martin Diebold, Tübingen


30.06.2012, Berlin
Prozesstaktik im Verkehrszivilprozess
Referenten: Rechtsanwalt und Notar Jörg Elsner, LL.M., Hagen, Rechtsanwalt Prof. Dr. Rainer Heß, LL.M., Honorarprofessor Universität Bielefeld, Bochum
Seminarleiterin: Rechtsanwältin Monika Maria Risch, Berlin


30.06.2012, Nürnberg
Wahrnehmbarkeit bei Unfallflucht und Neues zu behördlichen Messverfahren
Referent: Dipl.-Physiker Klaus Schmedding, ö.b.u.v. Sachverständiger für Straßenverkehrsunfälle sowie Verkehrsregelungs- und Überwachungssysteme, Oldenburg
Seminarleiter: Rechtsanwalt Dr. Joachim Reitenspiess, Nürnberg


30.06.2012, Stuttgart
Fahrplan zur (Wieder-) Erteilung der Fahrerlaubnis – juristische und therapeutische Ansätze
Referent: Rechtsanwältin Ulrike Dronkovic, Köln, Dipl.-Pädagogin und Psychotherapeutin Gabriele Hanelt, Köln
Seminarleiter: Rechtsanwalt Martin Diebold, Tübingen









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