Falls Sie Probleme mit der Darstellung dieses Newsletters haben, klicken Sie bitte HIER.

Verkehrsanwälte - wwww.verkehrsanwaelte.de



Newsletter 18/2013   26. November 2013


FacebookFacebook
Facebook als Instrument der Gewinnung vor allem junger Mandanten

Die Mandantenakquise ist in der heutigen Zeit nicht schwieriger geworden, wohl aber vielfältiger. Unstrittig ist: die meisten Menschen nutzen das Internet bei der Suche nach dem Anwalt ihres Vertrauens. Da die meisten Anwälte inzwischen über ansehnliche Webauftritte mit doch sehr ähnlichem Inhalt verfügen, ist es nicht leicht, sich von der Masse abzuheben. Effektive Mittel zur Gewinnung neuer Mandanten sind die Online-Anwaltsuche sowie der Facebookauftritt der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht. Die Facebookseite wird stetig aktualisiert und mit interessanten Inhalten und unterhaltsamen Aktionen redaktionell gepflegt. Damit holen Sie vor allem junge Mandanten auf der medialen Plattform ab, die sie am häufigsten nutzen. Es lohnt sich!

www.facebook.com/verkehrsanwaelte.de

-----------------------------------------------

Recht und GesetzRecht und Gesetz
Schwacke-Liste oder Fraunhofer Mietpreisspiegel? –Reparaturdauer

Das Amtsgericht Hamburg-St. Georg vertritt in seinem Urteil vom 30.10.2013 – Az: 912 C 106/13 – die Auffassung, dass sich die Zeit, für welche der Ersatz von Mietwagenkosten verlangt werden kann, grundsätzlich nach der Dauer der notwendigen Reparatur richtet, wobei die Zeit für die Erstellung eines Schadensgutachtens sowie eine angemessene Überlegungsfrist mit einzurechnen ist.

Für die Ermittlung des Normaltarifs hält es das AG Hamburg-St. Georg für angemessen, auf die im vorliegenden Fall höhere Werte aufweisende Schwacke-Liste abzustellen. Wenn schon keine Einigkeit unter den Juristen herrscht, kann dies dem Geschädigten eines Verkehrsunfalls nicht angelastet werden. Letztlich werden sowohl die Schwacke-Liste als auch die Liste des Fraunhofer-Instituts in gewissen Zeitabständen neu erstellt und weisen auch immer verschiedene Werte auf, so dass es sachgerecht erscheint, den Geschädigten nicht auch noch mit dem Risiko zu belasten, dass die eine oder andere Preiserhebung niedriger ausfällt.

Das AG Hamburg-St. Georg weist darauf hin, dass in der Instanzrechtsprechung umstritten ist, welcher der beiden Listen der Vorzug zu geben ist. Nach der Rechtsprechung des BGH sind sowohl die Schwacke-Liste als auch der Fraunhofer-Mietpreisspiegel grundsätzlich zur Schätzung der erforderlichen Mietwagenkosten geeignet.

http://www.verkehrsanwaelte.de/news/news_2013_18_p1.pdf


Reparaturdauer und Werkstattrisiko

Das AG Delmenhorst hat durch Urteil vom 12.07.2013 entschieden, dass dem Geschädigten eine zeitliche Verzögerung, die bei der Erstellung eines Sachverständigengutachtens auftritt, nicht anzulasten ist. Dies gilt auch für Verzögerungen im Ablauf der Reparaturarbeiten. Nach der Rechtsprechung des BGH schuldet der Schädiger als Herstellungsaufwand bei der Instandsetzung eines beschädigten Kraftfahrzeuges grundsätzlich auch die Mehrkosten, die ohne eigene Schuld des Geschädigten die von ihm beauftragte Werkstatt in Folge unwirtschaftlicher oder unsachgemäßer Maßnahmen verursacht hat.

http://www.verkehrsanwaelte.de/news/news_2013_18_p2.pdf


Ersparte Eigenaufwendungen bei Anmietung eines Mietwagens – Ersatz der Kosten einer Vollkaskoversicherung

Das AG Wiesbaden kommt in seinem Urteil vom 09.08.2013 – Az: 93 C 1247/13 (32) – zu dem Ergebnis, dass die Kosten einer Vollkaskoversicherung bzw. einer CDW-Haftungsreduzierung unabhängig von einer entsprechenden Versicherung für das geschädigte Fahrzeug zu ersetzen sind. Denn der Geschädigte ist während der Mietzeit einem erhöhten wirtschaftlichen Risiko ausgesetzt. Er hat ein schutzwürdiges Interesse daran, im Falle einer Beschädigung eines Mietwagens nicht für die Schäden aufkommen zu müssen.

Auch die Kosten für die Winterreifen sind in Wintermonaten zu erstatten. (so auch das AG Kiel in seinem Urteil vom 11.09.2013 – Az: 116 C 130/13)

Eine Anrechnung von ersparten Eigenaufwendungen kommt bei Anmietung eines Mietwagens erst ab einer Laufleistung von 1.000 km in Betracht. Bei der Berechnung ist darauf abzustellen, welche Kosten der Geschädigte dadurch erspart, dass er sein eigenes Fahrzeug nicht nutzt. Hierbei ist ein Beitrag von € 0,15 pro Kilometer in Anbetracht der Abnutzung und des Wertverlustes des Fahrzeugs anerkannt.

http://www.verkehrsanwaelte.de/news/news_2013_18_p3_AG-Wiesbaden.pdf

http://www.verkehrsanwaelte.de/news/news_2013_18_p3_AG-Kiel.pdf

-----------------------------------------------

Seminare und VeranstaltungenSeminare und Veranstaltungen
52. Deutscher Verkehrsgerichtstag vom 29.-31.01.2014 in Goslar: AK V besuchen!

Der geschäftsführende Ausschuss der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht bittet insbesondere diejenigen Kolleginnen und Kollegen, die noch nicht entschieden haben, welchen Arbeitskreis sie beim Verkehrsgerichtstag 2014 in Goslar besuchen werden, sich zahlreich für den Arbeitskreis V „Fahreignung und MPU“ anzumelden. Die Teilnahme vieler Rechtsanwälte an diesem Arbeitskreis ist sehr wichtig, um endlich eine Empfehlung herbeizuführen, dass gegen die Anordnung der MPU ein Rechtsmittel zulässig ist. In den vergangenen Jahren haben Psychologen die Mehrheiten im Arbeitskreis geprägt. Weitere Informationen zum Deutschen Verkehrsgerichtstag finden Sie hier:

http://www.deutscher-verkehrsgerichtstag.de/

Die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht richtet auch im Rahmen des 52. Verkehrsgerichtstages wieder ihren traditionellen Begrüßungsabend aus. Dieser findet am 29.01.2014 ab 20.00 Uhr im Hotel Kaiserworth, Markt 3, in Goslar statt. Alle Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft sind herzlich eingeladen.


11.12.2013 von 13.00 bis 19.00 Uhr in Berlin: Die Rechtsprechung des Kammergerichts zum Verkehrsrecht und besondere Probleme aus Sicht eines Sachverständigen für Unfallrekonstruktion

Die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins möchte mit dieser Veranstaltung den in Berlin und Brandenburg im Bereich des Verkehrsrecht tätigen Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten Gelegenheit geben, ihre Fachkenntnisse mit Blick auf die regionale obergerichtliche Rechtsprechung im Bereich des Verkehrsrechts zu vertiefen. Es referieren Herr Dr. Michael Helle, Vors. Richter am Kammergericht und Herr Klemens Schaaf, Richter am 5. Strafsenat des Kammergerichts. Einen weiteren Schwerpunkt bildet das Referat von Herr Dipl.-Ing. Christian Devrient, öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Unfallrekonstruktion. Nähere Einzelheiten sowie ein Anmeldeformular finden Sie hier:

http://www.verkehrsanwaelte.de/news/news_2013_18_11-12-13_Programm und Anmeldung.pdf


Seminare Dezember 2013

06.12.2013, Hannover
Die Reform des Verkehrszentralregisters und Brennpunkte der Verteidigung
Referent:Rechtsanwalt Frank Roland Hillmann III, Oldenburg
Seminarleiter:Rechtsanwalt Dr. Klaus Schneider, Langenhagen

06.12.2013, Freiburg
Wahrnehmbarkeit bei Unfallflucht und Neues zu behördlichen Messverfahren
Referent:Dipl.-Physiker Klaus Schmedding, ö.b.u.v. Sachverständiger für Straßenverkehrsunfälle, Oldenburg
Seminarleiterin:Rechtsanwälte Beate E. Gibbs

07.12.2013, Darmstadt
Die Reform des Verkehrszentralregisters und Brennpunkte der Verteidigung
Referent:Rechtsanwalt Christian Janeczek, Dresden
Seminarleiter:Rechtsanwalt Nicolas Eilers, Groß Gerau

07.12.2013, Homburg/Saar
Verkehrsunfälle mit mehreren Beteiligten
Referent:Rechtsanwalt Hermann Lemcke, Vors. Ri OLG a.D., Münster
Seminarleiter:Rechtsanwalt Christian Funk, Saarbrücken

14.12.2013, Erfurt
Erfolgreich abrechnen – Rechtsschutzversicherung im Verkehrsrecht
Referent:Rechtsanwalt Dr. Klaus Schneider, Langenhagen
Seminarleiter:Rechtsanwalt Andy Ziegenhardt, Erfurt

14.12.2013, Koblenz
Quotenbildung beim Verkehrsunfall unter besonderer Berücksichtigung des Anscheinsbeweises
Referent:Rechtsanwalt Dr. Michael Nugel, Essen
Seminarleiter:Rechtsanwalt Jens Dötsch, Andernach


-----------------------------------------------

Für technische Fragen und Anregungen zu diesem Newsletter sowie zur Internetseite verkehrsanwaelte.de bitte E-Mail an: newsletter@verkehrsanwaelte.de

Verantwortlich: Rechtsanwältin Bettina Bachmann, Geschäftsführerin, Deutscher Anwaltverein e. V., Berlin
Littenstraße 11, 10179 Berlin, Tel.: 0 30/72 61 52 - 0, Fax: 0 30/72 61 52 - 1 90
Alle Angaben ohne Gewähr und Anspruch auf Vollständigkeit.
© 2017 AG Verkehrsrecht im DAV


Wenn Sie diesen Newsletter nicht mehr beziehen möchten, können Sie ihn hier abbestellen:
http://www.verkehrsanwaelte.de/newsletter-abmeldung