Verkehrsrecht

Alkohol und Drogen

Alkohol und Drogen im Straßenverkehr

Bereits ein Bier zum Feierabend kann erhebliche Folgen haben. Denn wenn nach dem Konsum von Alkohol Fahrunfähigkeit vorliegt, droht die Entziehung der Fahrerlaubnis, und zwar bereits bei geringen Mengen Alkohol im Blut, wenn gleichzeitig alkoholtypische Ausfallerscheinungen hinzukommen. Hier sollte man möglichst umgehend die Hilfe eines Verkehrsanwalts in Anspruch nehmen.

Fahruntüchtig?

Es wird zwischen relativer und absoluter Fahruntüchtigkeit unterschieden. Letztere liegt ab 1,1 Promille vor.

Relative Fahruntüchtigkeit kann schon ab 0,3 Promille vorliegen. Und zwar dann, wenn alkoholtypische Ausfallerscheinungen hinzukommen, wie zum Beispiel Schlangenlinien oder Rotlichtverstöße.

Je näher der festgestellte Alkoholgehalt dabei an die Grenze der absoluten Fahrunfähigkeit von 1,1 Promille kommt, umso niedriger sind die Anforderungen an den Nachweis der alkoholtypischen Ausfallerscheinungen. Das heißt, bei 1,0 Promille Blutalkohol reicht schon ein kleiner Schlenker und der Führerschein ist in Gefahr.

Ab 1,1 Promille liegt in jedem Falle absolute Fahrunfähigkeit vor. Die Fahrerlaubnis wird dann vom Gericht entzogen und die Führerscheinstelle angewiesen, dem Betroffenen vor Ablauf einer Frist, in der Regel nicht vor Ablauf von 10-12 Monaten, keine neue Fahrerlaubnis zu erteilen.

Entzug der Fahrerlaubnis

Nicht nur das Strafgericht kann die Entziehung der Fahrerlaubnis aussprechen. Dies kann auch die Führerscheinstelle. Zum Beispiel, wenn ein Verkehrsteilnehmer wiederholt mit mehr als 0,5 Promille im Straßenverkehr aufgefallen ist.

Wie kann ein Verkehrsanwalt helfen?

Ein Verkehrsanwalt klärt zunächst die Frage, ob der festgestellte Alkoholgehalt zum einen zutrifft, zum anderen, ob er gerichtsverwertbar festgestellt wurde. Denn bei der Alkoholmessung sind verschiedene formale Voraussetzungen einzuhalten, andernfalls ist die Feststellung wertlos und kann nicht die Grundlage einer Entziehung der Fahrerlaubnis oder der Verhängung eines Fahrverbotes sein.

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Drogenkonsum

Beim nachgewiesenen Konsum harter Drogen gilt der Betroffene in der Regel ohne Wenn und Aber als ungeeignet zum Führen von Kraftfahrzeugen und ihm wird die Fahrerlaubnis entzogen.

Anders verhält es sich jedoch bei weichen Drogen, wie beispielsweise Cannabis. Hier kommt es insbesondere auf die vorgefundenen Werte und darauf an, ob der Betroffene zwischen dem Konsum weicher Drogen und der Teilnahme am Straßenverkehr trennen kann.

Wie kann der Verkehrsanwalt helfen?

Wer nur gelegentlich Cannabis konsumiert, muss zwischen dem Konsum und der Teilnahme am Straßenverkehr trennen können. In einem solchen Verfahren kann Ihnen Ihr Verkehrsanwalt wertvolle Zeit verschaffen, damit Sie nötigenfalls an einer verkehrspsychologischen Maßnahme teilnehmen und etwaige Abstinenznachweise beibringen können.