Verkehrsrecht

Fahranfänger

Aller Anfang ist schwer. Auch im Straßenverkehr.

Fahranfänger sind laut Unfallstatistik häufig in Unfälle verwickelt. In den meisten Fällen ist die mangelnde Erfahrung der Grund für den Unfall. Daher erhalten junge Leute ihren Führerschein und die damit verbundene Fahrerlaubnis zunächst nur auf Probe und müssen sich zunächst zwei Jahre im Straßenverkehr bewähren.

Expertentipp:

Wird Ihnen Fahrerflucht vorgeworfen, wenden Sie sich sofort an Ihren Verkehrsanwalt! Machen Sie in jedem Fall von Ihrem Schweigerecht gebrauch.

Begleitetes Fahren mit 17 - Fahrvergnügen mit Einschränkungen.

Frei nach dem Motto: Früh übt sich, wer ein Meister werden will, kann man grundsätzlich mit 17 Jahren seinen Führerschein machen. Einzige Einschränkung: Eine festgeschriebene Person muss bei jeder Fahrt mit an Bord sein. An diese Person sind besondere Anforderungen zu stellen, welche dies im Einzelfall sind, kann Ihnen Ihr Verkehrsanwalt sagen.

Im Vergleich senkt das begleitete Fahren mit 17 das Unfallrisiko erheblich im Vergleich zu Personen, die ab 18 Jahren allein am Straßenverkehr teilnehmen und nicht die Möglichkeit hatten, das Fahren in Begleitung eines erfahrenen Beifahrers zu üben und zu lernen.

Führerschein auf Probe.

Fahranfängern wird zunächst ein Führerschein für zwei Jahre auf Probe erteilt. In dieser Zeit gelten für den Fahranfänger deutlich strengere Vorschriften und härtere Strafen als für erfahrene Verkehrsteilnehmer. Auch die Entziehung der Fahrerlaubnis droht viel schneller als für vergleichbare Verstöße von erfahrenen Verkehrsteilnehmern. Aber auch bereits vor der Entziehung der Fahrerlaubnis müssen Fahranfänger für Verstöße an einem Aufbauseminar teilnehmen und die Probezeit wird um zwei Jahre verlängert.

Welche Konsequenzen bei einem Verstoß in der Probezeit drohen, erfahren Sie hier!

Die wahrscheinlichsten Gründe für einen Unfall in der Probezeit.

Aller Anfang ist schwer. Dennoch ist es nicht immer die mangelnde Erfahrung, die zu einem Unfall führt, sondern auch Selbstüberschätzung der eigenen Fähigkeiten, jugendlicher Leichtsinn oder Alkohol.

Die häufigsten Fehler:

  • überhöhte Geschwindigkeit
  • Handy am Steuer
  • Missachtung der Vorfahrt oder des Rotlichts
  • Alkohol-und Drogenmissbrauch.

Alkohol und Drogen in der Probezeit.

Für Fahranfänger gilt ein striktes Alkoholverbot. Wer dagegen verstößt, hat ein Problem: Es drohen neben einem Fahrverbot und der Verlängerung der Probezeit auch die Teilnahme an einem Aufbauseminar. Wer also mit Alkohol im Blut in eine Verkehrskontrolle gerät, sollte in jedem Fall von seinem Schweigerecht Gebrauch machen.

Tipps für das Verhalten bei einer Verkehrskontrolle:

  1. Bleiben Sie ruhig.
  2. Machen Sie von Ihrem Schweigerecht Gebrauch!
  3. Beantworten Sie keine Fragen, ohne vorher mit Ihrem Verkehrsanwalt gesprochen zu haben.

Welche Versicherung für Fahranfänger?

Jedes Fahrzeug muss über eine Haftpflichtversicherung verfügen. Daneben ist insbesondere für Fahranfänger eine Vollkaskoversicherung sinnvoll. Diese übernimmt auch eigene Schäden aufgrund von Fehlern beispielsweise beim Einparken, weil man im Umgang mit dem Fahrzeug noch ungeübt ist.