Verkehrsrecht

MPU

Die Macht der Führerscheinstellen.

Immer wenn die Führerscheinstelle – aus welchem Grunde auch immer – Zweifel anmeldet, ob ein Autofahrer zum Führen von Kraftfahrzeugen im Straßenverkehr körperlich oder charakterlich geeignet ist, ordnet sie an, dass der Autofahrer diese Zweifel durch bestimmte Gutachten ausräumen muss. Das ist bei Alkohol- und Drogenkonsum der Fall, aber auch bei Alterserscheinungen, Krankheiten und Gebrechen, fehlenden Gliedmaßen und dergleichen.

Wenn es um charakterliche Eignungsmängel geht, also stets bei Alkohol und Drogen im Straßenverkehr, wird immer die medizinisch psychologische Untersuchung, kurz MPU, angeordnet. Das gilt ferner bei Erreichen oder Überschreiten von 8 Punkten in Flensburg.

Expertentipp:

Jeder, der mit Alkohol und Drogen im Straßenverkehr auffällig wird oder ein stattliches Punktekonto angesammelt hat, sollte sich von Anfang an in die Hände eines Verkehrsanwalts begeben, um genug Zeit für ein MPU-Gutachten auszuhandeln. 

Wiedererlangung der Fahrerlaubnis

Wurde die Fahrerlaubnis vollständig entzogen, zum Beispiel, weil ein Autofahrer infolge Alkohols absolut fahrunfähig war, er harte Drogen konsumiert oder mehr als 8 Punkte hatte, dann muss er – gegebenenfalls nach Ablauf einer vom Gericht oder durch das Gesetz bestimmten Sperrfrist – die Wiedererteilung der Fahrerlaubnis beantragen. Dies geschieht bei der Führerscheinstelle und ist immer schon 3 Monate vor Ablauf der Sperrfrist möglich.

Diese fordert in Fällen dieser Art in der Regel jedoch erhebliche Auflagen und ordnet oft an, ein MPU-Gutachten beizubringen. Dies geschieht zum Beispiel bei Alkoholtätern grundsätzlich dann, wenn sie zum Zeitpunkt der Tat 1,6 Promille Alkohol und mehr im Blut hatten oder Wiederholungstäter waren. Auch die Kombination zwischen Alkohol- und Drogendelikt, zu vielen Punkten in Flensburg und altersbedingten Auffälligkeiten kann dazu führen, dass nur mit einem MPU-Gutachten die Fahrerlaubnis wieder erteilt wird. Deshalb ist die Hilfe eines Verkehrsanwalts wichtig.

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Expertentipp:

Achtung: Unterschätzen Sie nie die Macht der Führerscheinstellen, denn diese ist groß.

Idiotentest

Der Führerschein eines Autofahrers ist heutzutage stets akut bedroht. Ein Siebzigjähriger, der bei Rot über die Ampel fährt, kann bereits von der Führerscheinstelle mit der Anordnung einer Begutachtung konfrontiert werden. Selbst harmlose Alkohol- oder Drogenverstöße als Fußgänger oder Radfahrer führen zu führerscheinrechtlichen Maßnahmen seitens der Führerscheinstelle.

Expertentipp:

Nur der Verkehrsanwalt kann beurteilen, ob ein Delikt führerscheinrechtlich unproblematisch ist oder ob Gefahren drohen.

Auch die Fahrerlaubnis, die wiedererteilt wurde, ist latent bedroht. Wer sich nach einem Entzug seiner Fahrerlaubnis neue Punkte in Flensburg leistet, sieht sich unter gewissen Umständen schon wieder dem Fahrerlaubnisüberprüfungsverfahren seitens der Fahrerlaubnisbehörde ausgesetzt. Es kann erneut eine MPU angeordnet werden. Kleinste Fehler im Straßenverkehr können oft wieder zum sofortigen Verlust der Fahrerlaubnis führen.

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